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Frühlingsblumen

Der Begriff "Frühlingsblume" oder "Frühjahrsblume" bezeichnet Blumen-Arten, die im Frühling bzw. ab März blühen. Teilweise liegt die Blütezeit dieser Frühlingsblüher in Wetter-Lagen, in denen noch Schnee im Garten liegt. Frühlingsblumen sind sog. Frühlingsboten und bringen durch ihre leuchtenden Blüten zum Beginn des Gärtner-Jahres bereits ein frohes Farbenspiel in den Garten, wenn sich viele andere Pflanzen noch in der Winter-Ruhe befinden. Außerdem gefallen Frühjahrsblumen zumeist durch ihren intensiven Duft, mit dem sie auch Insekten für die Bestäubung anlocken.

 

 

Ein Drittel der weltweiten Nahrungsproduktion hängt direkt oder indirekt von der Arbeit der Bienen und anderer Insekten ab.

 

 

Seit Millionen von Jahren bestimmen die kleine Biene und ihre Vorfahren die Evolution unserer Erde maßgeblich mit, denn Blütenpflanzen und Bienen haben sich in Abhängigkeit voneinander entwickelt. Blütenpflanzen sind die größte Gruppe aller Landpflanzen und sie brauchen für ihre Vermehrung die Bestäubung durch Tiere. Mit dem Rückgang von Wildbienen und vielen anderen Bestäubern haben sich auch die Wildpflanzenarten drastisch reduziert, in manchen Ländern bis zu 70% innerhalb der letzten dreißig Jahre. Wildflora und Fauna sind zunehmend auf die Bestäubungsarbeit der Honigbienen angewiesen. Ihr Aussterben hätte immense Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht unserer Erde. Ihr Schutz ist daher die gemeinschaftliche Aufgabe von uns allen und es sollten dafür große Anstrengungen unternommen werden. Einen kleinen Teil können wir dazu beitragen, indem wir z.B. auch im heimischen Garten oder auf dem Balkon Blütenpflanzen als Nahrungsquelle für Insekten pflanze und pflegen.

 



Die Narzisse

Ihre weißen bis gelben Blüten stehen allein auf einem Stängel und erscheinen von März bis Mai und schmücken die Beete eines jeden Gartens oder Parks mit ihrer Mannigfaltigkeit an Blüten und Farben. Der Namensgeber der Narzissen war Narziss, der sich nach einer griechischen Sage in sein eigenes Spiegelbild im Wasser verliebte, und in eine Narzisse verwandelt wurde. Ursprünglich waren Narzissen in den Mittelmeerländern und im Balkan beheimatet. Sie zählen zu den ältesten gezüchteten Zwiebelgewächsen.

 

Nach der Farbe ihrer Blütenblätter unterscheidet man Weiße Narzissen und Gelbe Narzissen. Die Blüte einer Narzisse ist nicht gerade, sondern seitlich etwas abgeknickt und besteht aus zwei Kronen: der äußeren Krone, die von sechs großen Blütenblättern gebildet wird, und der inneren Krone. Bei den Weißen Narzissen ist die innere Krone klein und kurz, mit einem gekräuselten, roten Rand. Sie werden 40 bis 50 cm hoch und blühen im April und Mai.

 

Ihr würziger Geruch lockt besonders Nachtschmetterlinge an. Sie bestäuben die Blume und sorgen für ihre Vermehrung. Die Pflanze ist sehr giftig und enthält vor allem in der Zwiebel die giftigen Alkaloide Narcissin und Narcipoetin. Die Gelbe Narzisse hat eine lange innere Krone, die wie eine Trompete aus der Blüte hervorragt.

 

Deshalb nennt man sie auch Trompeten-Narzisse. Sie erreicht eine Höhe von 40 cm. Da sie im März oder April meistens um die Osterzeit blüht, wird sie auch Osterglocke genannt. Hummeln sorgen für die Bestäubung dieser Blume. Mit ihren langen Rüsseln gelangen sie an den süßen Nektar, der tief in der Trompetenröhre ist, und saugen ihn auf. Lange Trockenzeiten können die Blüte verzögern und sogar dazu führen, dass sie ganz ausbleibt.

 

Am besten wächst die Gelbe Narzisse an sonnigen bis halbschattigen Standorten in nährstoffreicher und feuchter Erde. Auch die Gelbe Narzisse ist hochgiftig und enthält hautreizende Wirkstoffe. Aus ihnen wurden im Laufe der Zeit mehrere tausend Arten von Gartennarzissen gezüchtet. Als Wildpflanze (die von der Kulturform sehr verschieden ist, die Blüten erheblich kleiner), sind die Narzissen in ihren Beständen stark bedroht und entsprechend streng geschützt. Das Pflücken wilder Narzissen ist daher verboten.

 

Schon Anfang März kann man in den Beeten die ersten kleinen Sprosse der Narzisse entdecken. Aus ihnen entwickeln sich die Stängel und die Blätter. Die Blüten sind zunächst noch geschlossen. An einem warmen und sonnigen Tag Mitte oder Ende März öffnen sich dann die leuchtenden Blüten.



Die Tulpe

Die Blütenknospe der Gartentulpe ist zunächst grün gefärbt. Wenn die Pflanze zu blühen beginnt, werden alle sechs Blütenblätterfarbig. An ihren Rändern überdecken sich die Blütenblätter. Drei von ihnen umhüllen die Blüte von außen; die drei inneren stehen auf Lücke dazwischen. Kelchblätter sind keine vorhanden. Ebenso wie die Blütenblätter sind auch die sechs Staubblätter angeordnet. Jedes Staubblattbesteht aus Staubfaden und Staubbeutel, in dem sich der gelbe oder bräunliche Pollen (Blütenstaub) befindet. In der Mitte der Blüte steht der säulenförmige Stempel. Seine dreizipfelige, klebrige Narbe sitzt auf einem länglichen Fruchtknoten. Ein deutlicher Griffelfehlt. Wenn man den Fruchtknoten in der Mitte quer durchschneidet, erkennt man, dass der Stempel aus drei verwachsenen Fruchtblättern besteht. In jedem der drei Fächer befinden sich viele Samenanlagen. Beim Anblick der Blüte erkennt man, wie die sechs Blütenblätter und die sechs Staubblätter in Kreisen zu je drei angeordnet sind. Die Tulpenblüte heißt wegen dieses Blütengrundrisses dreizählig. Wenn die Tulpe verblüht ist, verdickt sich der Stempel. Aus ihm entsteht die Frucht, eine Kapsel. Zur Zeit der Samenreife platzt die Kapsel in drei Klappen auf und die vielen Samenfallen heraus. Aus ihnen können sich neue Tulpenpflanzen entwickeln.





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